Daumen hoch - Geste

Gesten für das einfache Reisen und Verstehen


Jeder der auf Reisen ist kommt früher oder später mit den verschiedensten Gesten in Kontakt. Einige der gängigen Gesten im deutschen Raum sind dabei durchaus in vielen anderen Ländern ebenso verständlich. Leider haben manche Gesten aber auch keine oder eine ganz andere Bedeutung.

Andere Länder, andere Gesten

Ein Beispiel dafür ist der ausgestreckte Mittelfinger, sowohl in den meisten Teilen Europas als auch in den USA wird darunter dieselbe Beleidigung verstanden,  in Südamerika – Argentinien etwa – ist die Geste quasi bedeutungslos. Dort hat vielmehr der Griff zwischen die Beine die Funktion einem Mitmenschen mitzuteilen er möge sich doch in Luft auflösen. Das Vogel zeigen mit den ausgestrecktem Zeigefinger und kreisender  Bewegung im Bereich der Schläfe funktioniert hingegen weltweit, es wird sowohl in England, als auch in Russland oder Japan verstanden. Wird das Kreisen zum an die Stirn tippen, ist es in Südamerika allerdings ein Zeichen zum Nachdenken oder der Cleverness. Es gilt: Andere Länder, andere Gesten.

Um das gegenseitige Verständnis – ein wichtiger Faktor beim Reisen –  im wahrsten Sinne zu fördern empfiehlt es sich daher über einige typische Gesten Bescheid zu wissen.  Im Folgenden eine Auswahl wichtiger und interessanter Gesten weltweit.

Gesten für den Reisenden

Daumen hoch

Daumen hoch - Geste
Daumen hoch – Geste

In Deutschland und dem Rest von Europa, sowie in Nordamerika ist dies die typische Anhaltergeste oder signalisiert Zustimmung. Ganz anders verhält es sich mit Daumen hoch im arabischen Raum und in Australien, dort ist dies eine Geste vergleichbar mit dem ausgestreckten Mittelfinger.

Ausgestreckte, erhobene Hand

Geste der ausgestreckten Hand
Geste der ausgestreckten Hand

Bedeutet die ausgestreckte und erhobene Hand in Deutschland zumeist soviel wie Stop stellt sich dies im Mittelmeerraum und besonders in Griechenland ganz anders dar. Dort ist es vielmehr eine Geste des Unmuts, dem „Angesprochenen“ wird symbolhaft Dreck oder Asche ins Gesicht geworfen oder gerieben. Hier empfiehlt sich daher eher die Nutzung des gesprochenen Wortes.

Der Finger an der Nase

Fingerspitze an der Nase
Fingerspitze an der Nase

Diese Geste ist sicherlich auch in Europa nicht eindeutig, bedeutet aber in der Regel der Adressat der Geste sollte sich entweder mal an die eigene Nase fassen, oder derjenige hat ein gutes Näschen. In Asien hingegen, vor allem in Japan, stellt das an die Nase tippen allerdings eine Beleidigung dar, die Ekel oder Hässlichkeit ausdrücken soll.

Der Gehörnte

Teufelsgeste
Teufelsgeste

Der Name für die Geste bleibt der gleiche, aber die Bedeutung ändert sich je nach Ort. Sind der ausgestreckte Zeige- und kleine Finger im Norden vor allem ein beliebtes Zeichen auf Rock- und Metalkonzerten, bezieht sich diese Geste im Süden Europas und in Südamerika auf einen betrogenen Mann, es sei denn natürlich sie wird bei entsprechender Musik benutzt.

Fingerspitzen aneinander legen

Fingerspitzen aneinandergelegt
Fingerspitzen aneinandergelegt

Diese Geste kann je nach Region fast schon eine gegenteilige Bedeutung besitzen. Vor allem im direkten Gespräch miteinander. In Nordafrika bittet der Gesprächspartner damit um etwas mehr Zeit zum Nachdenken, in Italien hingegen drückt das Fingerspitzen aneinander legen das Infrage stellen des Gegenübers – nach dem Motto „Was möchtest Du eigentlich?“ – aus.

 

 

 

Aus dem Thema Gesten hat Romana Levere sogar einen ganzen Bildband gemacht, allerdings nur mit den eher unschönen Varianten:

Gesten aus aller Welt
Gesten aus aller Welt

 

 

 

 

 

 

 

Eine schöne Übersicht bietet ebenfalls das Buch „Gesten weltweit“:

Gesten weltweit verstehen


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